Archiv der Evangelisch-lutherische Dreikönigsgemeinde, Frankfurt am Main - Sachsenhausen
Zurück zum Archiv Home der Dreikönigsgemeinde

Evangelisch-Lutherische

DREIKÖNIGSGEMEINDE

Frankfurt am Main - Sachsenhausen

Predigt im Jugendgottesdienst im Gemeindezentrum Süd - Feindesliebe

« Predigten Home

Arbeitsbesuch Libanon, 2013, Uploaded by High Contrast, Urheber Österreichische Außenministerium. Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 2.0 generisch“

Feindesliebe

Predigt gehalten von Gabriele Moog im Jugendgottesdienst im Gemeindezentrum Süd

„Euch, die Ihr mir zuhört, sage ich: Liebt Eure Feinde und betet für die, die Euch verfolgen: So werdet Ihr Kinder Eures Vaters im Himmel sein.“

Ist leider nicht von mir. Hat Jesus gesagt. Steht im Lukasevangelium. Hätte ich auch nie einfach so mal eben sagen können, habe ich festgestellt, als ich diese Predigt geschrieben habe. Jesus sagt es auch nicht einfach so, er gebietet es seinen Zuhörern. Er fordert sie dazu auf. Er formuliert es ganz so, als würde er am Frühstücktisch sagen: „Gib mir mal bitte die Erdbeermarmelade!“ und erläutert es im Anschluss sehr simpel, so als wäre es das Einfachste und Logischste der Welt:

„Wenn ihr nur die liebt, die euch lieben, welchen Dank erwartet ihr dafür? Auch die Sünder lieben die, von denen sie geliebt werden.“

Heißt vereinfacht:

Die zu lieben, die einem sowieso schon wohlgesonnen sind, ist einfach. Wirklich wertvoll ist die Liebe für die, die man nicht mag. Nicht mag oder vielleicht sogar hasst. Ich soll meinen Nächsten so lieben wie mich selbst, das schließt meine Feinde mit ein. Ich soll jeden Menschen lieben. Auch die, die ich hasse.

Aber wen hasse ich eigentlich? Ich meine, Hass ist nun wirklich das extremste negative Gefühl, das ich einem anderen Menschen entgegenbringen kann. Wer mich besser kennt, weiß, dass es wenige Menschen gibt, die ich wirklich mag. 80% gehören nicht dazu. Davon sind mir 50% egal, 20% finde ich einfach ätzend und 10% scheiße. Aber scheiße ist nicht hassen. Boris Rhein finde ich z.B. scheiße, aber das hat sich ja jetzt zum Glück erledigt. Meinen ehemaligen Mathelehrer fand ich scheiße…aber hassen? Ich weiß nicht. Für wirklichen Hass stehen die mir alle glaube ich nicht nah genug, denn ich glaube hassen kann man einen anderen Menschen nur, wenn er einem in irgendeiner Form emotional berührt und dadurch eine ernsthafte Rolle in meinem Leben einnimmt.
Im Umkehrschluss habe ich überlegt, was ein Mensch tun müsste, damit ich ihn richtig hasse. Mir war schnell klar, dass es immer etwas mit Menschen zu tun hat, die ich liebe. Wenn z.B. jemand meiner Familie oder meinen Freunden etwas antun würde, den könnte ich hassen. Oder wenn mich jemand so verletzen würde, dass es mich in meinem weiteren Leben massiv einschränken würde. Querschnittsgelähmt im Rollstuhl sitzen, weil einer besoffen über die rote Ampel gefahren ist, den könnte ich hassen. Hassen könnte ich auch jemanden, der mir das Herz bricht. Hass und Liebe liegen glaube ich enger beieinander als man so denken würde.
Als Gegenbegriff für Hass in vergleichbarer Gefühlstärke wird jedenfalls vor allem die Liebe angesehen.

Ein Lied, das komischerweise mal in den Charts war, als ich so alt war wie Ihr, denn es war wirklich schlecht, beginnt mit einem höchst philosophischen Satz: „Question : what is love ? Answer : the same as hate if you`re not careful.” – Frage: Was ist Liebe? Antwort: Dasselbe wie Hass, wenn Du nicht vorsichtig bist.
Hier und da begegnen wir Hass. Wenn sich z.B. Nazis durch ausländische Imbissbuden morden oder wenn sich Dortmunder mit Schalkern prügeln. Wenn kroatische Kinder in der Schule nicht neben serbischen Kindern sitzen dürfen oder Moslems Juden zusammenschlagen. Ich behaupte, ich habe noch nie jemanden gehasst.

Love - Hate by Vashta-Nerada91 ... vashta-nerada91.deviantart.com. Zur nicht kommerziellen Wiederverwendung gekennzeichnet.

Bei anderen Menschen ist das leider anders. Andere Menschen leben in einem Umfeld, in dem es leichter ist, Hass zu entwickeln. Z.B. weil sie unterdrückt werden. Weil sie so massiv in ihrer Freiheit eingeschränkt werden, weil ihre körperliche Unversehrtheit nicht garantiert ist. Weil sie jeden Tag gedemütigt werden. Weil sie missbraucht werden in ihren Grundrechten, sie Dinge tun müssen, die sie nicht wollen, sie ihre Religion nicht ausüben dürfen, zusehen müssen, wie ihre Kinder verhungern oder tagtäglich mit Ungerechtigkeit konfrontiert werden.
Wenn einer Frau im Kongo von Rebellen die Brüste abgeschnitten werden, damit sie nicht mehr ihr Baby stillen kann. Wenn ein Mann ist Palästina nach 12 Stunden Arbeit auf einer Baustelle nicht duschen kann, weil die Israelis kein Wasser geliefert haben, mit dem er seinen Tank auf dem Hausdach auffüllen kann. Wenn Soldaten ausversehen meine Schwester erschossen haben, weil sie an diesem Tag zufälligerweise fünf Minuten später zur Arbeit gegangen ist und zur falschen Zeit am falschen Ort war. Wenn ich die Leiche meines Kindes identifizieren muss, weil man es im nahegelegenen Waldstück gefunden hat. Dann kann ich Hass verstehen. Und dann kommt Jesus und will, dass ich diejenigen liebe, die mir das angetan haben.

„Der dich auf die eine Wange schlägt, halt auch die andere hin, und dem, der dir den Mantel wegnimmt, lass auch das Hemd. Gib jedem, der dich bittet; und wenn dir jemand etwas wegnimmt, verlang es nicht zurück.  Was ihr von anderen erwartet, das tut ebenso auch ihnen.“

Was Du nicht willst, das man Dir tut, das füge keinem anderen zu. Der kategorische Imperativ. Benimm Dich gegenüber anderen immer so, wie Du auch von ihnen behandelt werden willst. Es klingt so einfach! Aber was sage ich zu der Frau im Kongo? Hasse denjenigen nicht, der Dir das angetan hat. Gehe auf ihn zu, streiche ihm über die Wange und flüstere: „Ich verzeihe Dir.“ So verlangt es Jesus von ihr. Und doch könnte ich ihr niemals einen Vorwurf machen, wenn sie für diesen Schritt keine Kraft hat.
Andere haben diese Kraft. Die Arbeit der Sonderkommission „Mirco“ gilt mit 80 eingesetzten Polizeibeamten als aufwendigste der deutschen Kriminalgeschichte. Der 10jährige Mirco ist am 3. September 2010 nach dem Skaten am Nachmittag nicht mehr nach Hause gekommen. Seit diesem Tag ist für Mircos Eltern nichts mehr, wie es einmal war. Drei Monate lebten sie mit dem Schlimmsten, was man Eltern antun kann: Der Ungewissheit, ob das eigene Kind noch lebt. Mircos Mutter und Vater, beides strenggläubige Christen, beteten aber nicht nur um die Rückkehr ihres Sohnes, sondern sie beteten auch für den Entführer. Sie beteten für seine Einsicht. Sie beteten dafür, dass all die schlimmen Dinge, die ihm in seinem Leben wiederfahren sind und ihn dazu bringen, ihnen das Kind wegzunehmen, ihn nicht bestimmen, sondern er wieder Kraft schöpfen kann. Sie beteten für den Mann, der Mirco erniedrigt, missbraucht und getötet hatte, denn Mirco kam leider nicht zu seinen Eltern zurück und wird das auch nie wieder tun.

Woher haben sie diese Kraft genommen, Einfühlungsvermögen für den Menschen zu entwickeln, der ihnen das Wertvollste in ihrem Leben genommen hat? Wie kann man in solch einem Moment so sehr auf Jesus vertrauen und dem, was er uns geboten hat und wie geht man mit der Enttäuschung um, wenn es am traurigen Ende nicht geholfen hat?

'War and Peace', 2006, Jayel Aheram, Creative Commons Attribution 2.0 Generic license.

Als Ismael Khatib seinen 11jährigen Sohn Ahmed im Sommer 2005 in Haifa ins Krankenhaus trägt, können die Ärzte dort nur noch seinen Hirntod feststellen. Ahmed hatte trotz Verbot das Haus seiner Familie in der Stadt Dschenin im Westjordanland mit einer Spielzeugpistole verlassen und wurde aufgrund einer Verwechslung deshalb von israelischen Soldaten tödlich am Kopf getroffen. Ismael Khatib muss nun entscheiden, was mit den Organen seines Kindes geschehen und ob er sie spenden soll. In dem Moment des größten Schmerzes beweist der Vater einen unglaublichen Akt der Menschlichkeit: Er ermöglicht als Palästinenser durch Organspende mitten im Nahostkonflikt israelischen Kindern das Weiterleben. Den Kindern eben jener Menschen, die ihn und seine Familie seit Jahrzehnten unterdrücken und seinen Sohn erschossen haben, seinen Feinden. Die Geschichte dieser Familie ist so beeindruckend, dass sie sogar verfilmt wurde. In „Ein Herz für Jenin“ begleitet ein Filmteam Ismael Khatib bei Besuchen bei drei Familien, deren Kinder dank Ahmeds Organen gerettet wurden. Die unterschiedlichen Begegnungen mit einer jüdisch-orthodoxen, einer Drusen- und einer Beduinenfamilie, aber auch mit Soldaten an den Checkpoints, zeigen sehr eindrücklich und sensibel die Situation des Vaters und die einer höchst konfliktbelasteten Region.

Mircos Eltern und Ismael Khatib sind für mich die eindrucksvollsten und deutlichsten Beispiele für praktizierte Feindesliebe. Aber was hatten sie davon? Ich konnte sie nicht fragen, sondern es mir nur ausmalen. Ismael Khatib hat für seinen Schritt sicherlich Dankbarkeit der Familien der kranken Kinder erfahren, immerhin. Vielleicht war es ihm wenigstens ein kleiner Trost, dass das Herz seines Sohnes weiterhin in unmittelbarer Nähe weiterschlägt. Ersetzen konnte ihn das natürlich nicht.
Aber Mircos Eltern? Als gläubige Christen werden sie nach der schlimmen Nachricht sicher Trost bei Gott gefunden haben. Dass sie Empathie für den Peiniger ihres Kindes empfinden konnten, machte sie zwar sehr menschlich und voller Liebe, brachte ihren Sohn aber auch nicht zurück. Was soll Feindesliebe also bringen, wenn doch die, die die Liebe aufbringen am Ende immer die Idioten sind? – Nichts. Denn Feindesliebe funktioniert nur, wenn sie alle Menschen als obersten Maßstab haben. Feindschaft hat selten eine Partei und auch zu Hass gehören meistens zwei. Feindesliebe soll Feindschaft und Hass durch bewusste und konkrete Wohltaten für Feinde und den Verzicht auf Rache und Gewalt überwinden. Das gilt für alle Beteiligten. Wenn jeder Mensch dieser Erde das Gebot der Nächstenliebe einhalten würde, dann gäbe es überhaupt gar keine Feinde und keinen Hass. Es nützt nichts, wenn nur die Frau im Kongo verzeihen kann. Verzeihen können muss auch derjenige, der ihr das angetan hat. Denn auch er ist ein kleines Rädchen in einer ganzen Maschinerie des Hasses. Auch er hat mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zu dem Zeitpunkt, an dem er das Messer ansetzte, nicht nur Liebe in seinem Leben erfahren. Er muss genauso verletzt, misshandelt, gedemütigt und ausgenommen worden sein, denn als liebender und geliebter Mensch wäre er zu solch einer Tat doch gar nicht in der Lage.

Nächsten- und Feindesliebe funktioniert also ein bisschen so nach dem Motto: „Stelle Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin.“ Würde die Liebe zum nächsten Individuum auf diesem Planeten die Übermacht haben, dann hätten Hass und Feindschaft keine Chance. Aber uns Menschen gibt es schon viele Jahre. Und diese vielen Jahre haben wir genutzt, um Schritt für Schritt Wände aus Machtbesessenheit, Bereicherung und Egoismus zwischen uns hochzuziehen, die recht stabil zu sein scheinen. Es ist häufig schwer, sie zu durchbrechen und zu überwinden. Aber wir müssen das tun. Wir müssen die Kraft und die Liebe aufbringen, Jesu Gebot einzuhalten, sonst liegt diese Erde irgendwann in Schutt und Asche. Weil immer nur der eigene goldene Arsch am wichtigsten war. Weil wir uns selbst leider immer noch die Nächsten sind.

US POWs and NVA officers during Vietnam War, 1973, Source: US Department of Defense image database, SSGT Herman Kokojan, Als amtliches Werk der Bundesregierung der Vereinigten Staaten ist dieses Bild gemeinfrei.

Feindesliebe kann also nur in zwei Richtungen funktionieren. Von A nach B und von B nach A. In Genesis 8 steht, dass der barmherzige Segen des Schöpfers allem Leben gilt. Das bedeutet, dass wir vor Gott alle gleich sind. Wir starten mit denselben Voraussetzungen. Also gelten für uns alle auch dieselben Gebote. Sowohl für den Mann mit dem Messer, denn auch er ist Gottes Schöpfung, als auch für die Frau, die er aufschneidet. Nur muss einer der beiden die Stärke besitzen und damit anfangen. Einer muss den Teufelskreis des Hasses durchbrechen. Ismael Khatib hat damit angefangen. Die Familien der betroffenen Kinder werden ihre Meinung zu Palästinensern mit Sicherheit noch einmal überdacht haben. Aber das ist nur ein kleiner Anfang. Jeder Mensch muss anfangen, Hass zu überwinden, Grenzen zu durchbrechen, alte Fehden zu überwinden, damit wir endlich in Frieden miteinander leben können. Ziel dieses Handelns ist die Versöhnung, das beiderseitige Glück und dauerhafter Frieden miteinander.

Nun könnte man sagen: Was geht mich das an? Ich hasse niemanden, dann betrifft mich das auch nicht. Aber das wäre zu einfach. Jeder von uns schürt nämlich Hass. Manche im Kleinen, indem sie z.B. Mitschüler mobben, sie in Außenseiterrollen drängen, sie aus der Gemeinschaft ausschließen. So kann Hass entstehen. Oder weil wir demütigen. Weil wir immer noch von „Zigeunern“ sprechen, egal, ob sie nun aus Rumänien, Anatolien oder sonstwo herkommen. Wir sind uns nicht zu dumm, um eine ohnehin schon benachteiligte Volksgruppe mit einem Namen zu betiteln, der von den Nazis verwendet wurde, um „unwertes Leben“ zu beschreiben. Wenn Dich alle hassen, dann hasst Du auch alle. Dann kannst Du Dich nicht anpassen und willst Dich auch nicht anpassen.

Oder im ganz großen Stil: Indem wir Klamotten bei H&M kaufen, die in Bangladesch von Kindern für 30 Cent die Stunde zusammengenäht wurden. Wie sollen diese Menschen davon leben? Es geht nicht. Sie werden von uns gezwungen, sich gegenseitig zu beklauen und sich selbst immer am nächsten zu sein, weil sie sonst gar nicht überleben können. Wer unter solchen Umständen leben muss, kann leicht Hass entwickeln. Hass auf seine Mitmenschen, aber auch Hass auf die fetten Europäer, die sich nicht zu schade sind, ein T-Shirt für 4€ zu kaufen, weil es sie einen Scheißdreck interessiert, wie es dem Menschen geht, der sie herstellt. Oder weil wir die falschen Politiker wählen. Politiker, die Menschen in einem Land, dass vor Reichtum nur so strotzt, zwingt, von 374€ im Monat zu leben. Davon sollen übrigens 128,46€ für Lebensmittel sein. Diese Menschen bekommen von unserer Bundesregierung diese „Unterstützung“ unter anderem, damit ihre „gesellschaftliche Teilhabe“ gewährleistet ist. Ein Kinobesuch im Metropolis kostet für einen Erwachsenen 8,90€. So viel zum Thema „gesellschaftliche Teilhabe“. Wer in der Arbeitslosengeld II- oder umgangssprachlich in der Hartz 4- Spirale gelandet ist und in regelmäßigen Abständen vor Sachbearbeitern einen Seelenstriptease hinlegen muss und darüber hinaus auch noch derer Willkür unterworfen ist, der fängt irgendwann auch an zu hassen. Aber wir haben sie gewählt. Wir haben diese Nichtsnutze doch erst an die Macht gebracht, die öffentlichen Sozialfaschismus betreiben.

Wie Ihr seht, stehen wir also mehr in der Verantwortung als wir so denken. Es geht nicht nur um unseren kleinen persönlichen Hass, den wir in unseren Herzen mit uns herumtragen. Es geht um viel mehr. Es geht um die Verantwortung für unsere ganze Welt und für alle Menschen, die auf ihr leben. „Es ist genug für alle da.“ – Das ist nicht nur ein Spruch, den man daher sagt. Es ist die Wahrheit. Auf dem Planeten, den uns Gott Geschenkt hat, finden wir genug Ressourcen, um allen 7 Milliarden Menschen ein würdiges Leben zu bieten. Gott hat das schon alles so eingerichtet, dass seine Schäfchen alle leben können. Aber das funktioniert nur, wenn wir unsere überzogenen Lebensstandards nicht auf Kosten Anderer finanzieren. In Afrika müssen die Menschen verrecken, sonst können wir hier im sicheren Westen nicht dreimal im Jahr in den Urlaub fahren, im HIT-Markt nicht zwischen 478 Käsesorten wählen, im Dezember keine Erdbeeren essen und schon gar keine T-Shirts für 4€ kaufen!

Karlsson vom Dach, der kleine Dicke Mann in den besten Jahren von Astrid Lindgren, ist zwar meine absolute Lieblingsfigur, aber dennoch das beste Beispiel dafür, wie es eben nicht läuft auf der Welt. In „Karlsson fliegt wieder“ sagt er: „Wir teilen gerecht. Ich bekomme 5 und Du bekommst 2!“ – Für den, der mehr bekommt, ist es immer gerecht. So ist das auch auf unserer Welt und deshalb regiert in manchen Teilen der Hass.

Diesem Hass zu begegnen und ihn längerfristig zu besiegen, ist unser aller Aufgabe. Und gerade wir Christen, die einen klaren Auftrag von Jesus bekommen haben, sind in der Pflicht zu den Personen zu gehören, die den ersten unangenehmen Schritt machen. Indem sie Verantwortung übernehmen für jedes Lebewesen dieser Erde. Indem sie ihren Mitmenschen Liebe und Respekt entgegenbringen. Indem sie sich einsetzen für Schwächere und sich auflehnen gegen die Stärkeren. Wir müssen dringend weg von unserem Ich-Ich-Ich-Verhalten und wieder mehr auf andere zugehen. Nur dann kann die Liebe über den Hass siegen und es wäre doch wirklich ein schönes Gefühl, wenn man weiß, dass man seinen Teil dazu beigetragen hat.

„Euch, die Ihr mir zuhört, sage ich: Liebt Eure Feinde und betet für die, die Euch verfolgen: So werdet Ihr Kinder Eures Vaters im Himmel sein.“

Ist immer noch nicht von mir. Hat Jesus Christus gesagt. Er hat vor 2000 Jahren schon gewusst, was wir zu tun haben. Jetzt müssen wir es nur noch machen.

Amen.

^ Zum Seitenanfang